Es
gibt ja definitiv verschiedene Sorte von Live-Musik. Klar bleibt
allerdings, daß einer der Slogans der diesjährigen
High End "Besser als Live" klar die Aussage verfehlt
hat. Zu hoffen ist, daß im nächsten Jahr die High End
Society die PR-Arbeit von einer Agentur machen läßt,
die wirklich einen Bezug zum Thema hat. Wenn
irgendjemand aus der in diesem Jahr verantwortlichen PR-Agentur
eine Chance hatte, die Sinti-Band zu hören, die an wechselnden
Orten im MOC aufspielte, wäre man wohl nicht auf diesen Spruch
gekommen. Dynamik, Tempo, Timing, Swing, nachvollziehbare Baßlinien
und Klangfarben in Hülle und Fülle. Alles, was man sich
als Musikliebhaber wünschen kann - live und unerreichbar
von irgendeiner Art der Reproduktion!
Ansonsten darf man als Aussteller erneut festhalten, daß
die High End Society wieder einen äußerst professionellen
Job bei der Durchführung der Messe und vor allem bei der
Unterstützung der Aussteller gemacht hat. Dabei hat sich
die allgemeine Atmosphäre auf der Messe seit der ersten Veranstaltung
nach dem Umzug der High End vom Hotel Kempinsky in Gravenbruch
zum MOC in München kontinuierlich gebessert. Die frühere
High End hatte sicherlich ihren eigenen Charme, glich aber manchmal
doch mehr einem konspirativen Treffen als einer professionellen
Messe. Außerdem war die High End 2006 die High End mit dem
mit Abstand größten Frauenanteil bei den Besuchern.
Sogar familientauglich ist die High End geworden!
Bei
der oben erwähnten Sinti-Band konnte man noch irgendwo audiophile
Maßstäbe anlegen, etwas, was dem Akkordeonspieler in
der urbayrischen Kneipe, die wir gegen halb zwölf nachts
erreichten wohl eher fremd war. Das heißt nun beileibe nicht,
daß der Spaß hier ein geringerer war. Es gab schließlich
Textblätter zum Mitsingen...
Einer guten Tradition folgend, die Martina Schoener einige Jahre
zuvor in Frankfurt ins Leben gerufen hatte, war ich wieder an
einem Abend der High End mit Terry O'Sullivan und Nigel Pearson,
den Masterminds von Loricraft
sowie Martina Schoener,
die nicht nur das inzwischen berühmte L'Art du Son erfunden
hat, sondern auch den Vertrieb von Loricraft managed, unterwegs.
Mein Mitarbeiter Thomas Dörner war ebenfalls mit von der
Partie. Das Bild rechts zeigt Martina Schoener, Terry O' Sullivan
und Thomas Doerner. Es wurde wieder ein großartiger Abend.
Und recht lang. Wir gingen gegen drei Uhr morgens, um vor dem
nächsten Ausstellungstag wenigsten ein Minimum an Schlaf
zu bekommen. Terry
hatte uns im Lokal, das wir auch die beiden Jahre davor besucht
hatten, wieder als "British Olympic drinking and talking
team" vorgestellt. Man hat sich tatsächlich an uns
erinnert! Tolle Atmosphäre, sehr nette Leute. Wir freuen
uns schon auf's nächste Jahr...
Link: Loricraft
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